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naturerlebnis_rheinauen [08. 07. 2016 09:48]
admin
naturerlebnis_rheinauen [28. 06. 2017 11:44] (aktuell)
admin
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 Selbstverständlich wissen wir alle, dass das, was uns heute als Natur erscheint, eine vom Menschen im Laufe der Geschichte geformte Kulturlandschaft ist. Aber in unserer Region gibt es mindestens eine Zone, in der man unwillkürlich von Natur spricht – die Rheinauen. So weit es sie freilich längs des Flusses überhaupt noch gibt. Gewiss, auch hier hat der Mensch eingegriffen, indem er den Strom reguliert und die Auenwälder als Überschwemmungszonen eingegrenzt hat. Doch von diesen Eingriffen spürt man in den Auen selbst nichts. Und wenn man sich wie Thomas Kaiser ganz auf deren pflanzliches und tierisches Leben, auf die Jahreszeiten und die nahtlosen Übergänge von Wasser und Land einlässt, dann kann man in diesen Uferstreifen zwischen Breisach und Straßburg wirklich Natur pur erleben. Selbstverständlich wissen wir alle, dass das, was uns heute als Natur erscheint, eine vom Menschen im Laufe der Geschichte geformte Kulturlandschaft ist. Aber in unserer Region gibt es mindestens eine Zone, in der man unwillkürlich von Natur spricht – die Rheinauen. So weit es sie freilich längs des Flusses überhaupt noch gibt. Gewiss, auch hier hat der Mensch eingegriffen, indem er den Strom reguliert und die Auenwälder als Überschwemmungszonen eingegrenzt hat. Doch von diesen Eingriffen spürt man in den Auen selbst nichts. Und wenn man sich wie Thomas Kaiser ganz auf deren pflanzliches und tierisches Leben, auf die Jahreszeiten und die nahtlosen Übergänge von Wasser und Land einlässt, dann kann man in diesen Uferstreifen zwischen Breisach und Straßburg wirklich Natur pur erleben.
  
-Für den Fotografen Kaiser wurden sie zur völlig neuen Erfahrung, als er sie in den 80ervJahren für sich entdeckte. Vom Schwarzwald, dieser kulturell überprägten Landschaft, war er klare Strukturen und eine erkennbare Ordnung zwischen Wald und Flur, Berg und Tal gewöhnt. Hier aber am Rhein stieß er, wie er im Vorwort seines Buches schreibt, auf Chaos, auf „ein wildes Durcheinander von stehenden, halb umgestürzten und umgestürzten Bäumen“. Das zu fotografieren fiel ihm anfangs offenbar schwer: Denn das Chaos kehrte in seinen Bildern wieder – ohne die Faszination des Naturerlebnisses.+Für den Fotografen Kaiser wurden sie zur völlig neuen Erfahrung, als er sie in den 80er Jahren für sich entdeckte. Vom Schwarzwald, dieser kulturell überprägten Landschaft, war er klare Strukturen und eine erkennbare Ordnung zwischen Wald und Flur, Berg und Tal gewöhnt. Hier aber am Rhein stieß er, wie er im Vorwort seines Buches schreibt, auf Chaos, auf „ein wildes Durcheinander von stehenden, halb umgestürzten und umgestürzten Bäumen“. Das zu fotografieren fiel ihm anfangs offenbar schwer: Denn das Chaos kehrte in seinen Bildern wieder – ohne die Faszination des Naturerlebnisses.
  
 Vier Jahre, so berichtet er, hat er mit dieser Schwierigkeit gekämpft. Die Lösung zeigt sein höchst eindrucksvolles Bilderbuch zur Auenlandschaft zwischen der Petite Camarque Alsaçienne bei St. Louis und Straßburg: Wo die Fotos ins Große gehen, versuchen sie nicht Strukturen zu schaffen, wo keine sind, sondern überlassen sich den durch Farbe und Hell-Dunkel-Kontraste hervorgerufenen Stimmungen. Die Wirkung ist mitunter unglaublich: Wo der Lianenwald nahe dem elsässischen Schönau im Sommer als fettgrüner Dschungel erscheint, verzaubert ihn winterlicher Frost in eine Märchenhöhle.  Vier Jahre, so berichtet er, hat er mit dieser Schwierigkeit gekämpft. Die Lösung zeigt sein höchst eindrucksvolles Bilderbuch zur Auenlandschaft zwischen der Petite Camarque Alsaçienne bei St. Louis und Straßburg: Wo die Fotos ins Große gehen, versuchen sie nicht Strukturen zu schaffen, wo keine sind, sondern überlassen sich den durch Farbe und Hell-Dunkel-Kontraste hervorgerufenen Stimmungen. Die Wirkung ist mitunter unglaublich: Wo der Lianenwald nahe dem elsässischen Schönau im Sommer als fettgrüner Dschungel erscheint, verzaubert ihn winterlicher Frost in eine Märchenhöhle.